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Handverlesene japanische
Schnurbäume:
The Metropolitans bekommen
ihr Blätterdach.

Jetzt wird auch der weitläufige Natursteinplatz, der die Adresse von The Metropolitans bildet, fertig gestaltet. 24 japanische Schnurbäume werden im Sommer jeweils einen lichten Blätterbaldachin bilden. Tino Buchs, Geschäftsleiter von BBZ Landschaftsarchitekten (Bern), hat die Bäume einzeln ausgewählt. Wir wollten von ihm wissen, was das Blätterdach so besonders macht.

Herr Buchs, worauf kam es bei der Auswahl der Bäume an?

Tino Buchs: Die japanischen Schnurbäume, die das Blätterdach bilden, sind rund 20 Jahre alt und etwa 6 bis 8 Meter hoch. Ihre Kronen wurden auf 4.5 Meter hochgeschnitten, damit die Stämme ein einheitliches Bild ergeben und wurden so speziell für ihren jetzigen Standort kultiviert. Die letzten Monate vor der Einpflanzung verbrachten die Bäume in sogenannten Airpots, so dass sie kräftig austrieben und sich die Krone vergrösserte. Bei der Auswahl kam es mir auf die gute Vitalität und das richtige Kronenvolumen an.

Wo fanden Sie solche kerngesunden Schnurbäume in der gewünschten Grösse?

Tino Buchs: Wir sind bei der Baumschule Lorenz von Ehren, einer der renommiertesten Baumschulen Deutschlands, fündig geworden. Eine solche Anzahl von Sophora japonica in der gewünschten Qualität ist in der Schweiz nicht zu bekommen.

Und was erwartet jetzt die frisch gepflanzten Schnurbäume an der Schärenmoosstrasse?

Tino Buchs: Wir haben mit einigem Aufwand dafür gesorgt, dass es ihnen bestens gehen wird. Unter dem Natursteinplatz kann sich ihr Wurzelwerk ungehindert ausdehnen. In einer ersten Phase werden sie bewässert. Erst müssen sie noch etwas Wurzeln schlagen, danach wird aber dann das Kronenwachstum einsetzen und das Baumdach wird sich schliessen.

Sie sprechen von einem Baumdach, was bedeutet das?

Tino Buchs: Das Baumdach wird den Platz prägen, die Adressbildung erfolgt bei the Metropolitans nicht wie üblich über den Strassenzugang, sondern über den grosszügigen, von Baumkronen überdachten Platz. Wer sich den Gebäuden nähert, geht buchstäblich durch einen Raum, der von einem Baumdach überwölbt wird. Dieses Dach befindet sich auf einer Höhe von 4.5 Metern – das entspricht genau der Höhe der Lobby. So findet ein Anschluss von aussen nach innen statt.

Warum haben Sie sich bei der Gestaltung für den Schnurbaum entschieden?

Tino Buchs: Der Schnurbaum, oder auch Pagodenbaum, Sophore oder Perlschnurbaum genannt, bietet eine interessante, abwechslungsreiche Optik. Seine Anmutung ist wertig. Mit seiner besonderen Wuchsform, die sich durch unregelmässige, gedrehte Äste und durch eine gerundete Krone auszeichnet, lockert er die klare Geometrie der Architektur auf. Wir wollen ein anregendes Zusammenspiel von Natur und Gebäude erzeugen.

Wann und wie blühen die Schnurbäume?

Tino Buchs: Die Schnurbäume gehen die Blütezeit etwas langsamer an. Ihre weissen Blüten öffnen sich relativ spät, erst im Hochsommer. Dafür sind die Bäume im Herbst aber sehr lange belaubt. So sorgen wir für Farbe auf dem Natursteinplatz. Die kräftige grüne oder gar gelbe Herbstfärbung leuchtet bis weit in den grauen November!

Was war für Sie das Besondere am The Metropolitans-Projekt?

Tino Buchs: Man darf es ruhig als Glücksfall bezeichnen. Wir haben die Möglichkeit bekommen, eine urbane Freifläche sehr intensiv zu gestalten. Und zwar nicht in der üblichen Nullacht-Fünfzehn-Art! Mit der Gestaltung konnten wir einen klaren Akzent setzen, zumal der Platz eine öffentliche Funktion hat. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre: da wird sich zeigen, wie schön sich das homogene grüne Baumdach über den Platz wölbt und im Sommer Schatten spendet.

> Zum chronologischen Ablauf des Projekts

BBZ Landschaftsarchitekten umfasst Büros in Bern, Berlin und Freiburg. Schwerpunkt der Tätigkeit bilden Projekte in urbanen Räumen. Die Entwürfe von BBZ Landschaftsarchitekten sind darauf angelegt, neue und ungewohnte Wahrnehmungen und Raumerlebnisse zu kreieren. Sie wurden unter anderem mit dem renommierten reddot award (Kategorie urban design) ausgezeichnet.